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Freiwillige Feuerwehr Osterweddingen
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Über unseren Dienst in den letzten 113 Jahren

 

 

Unsere Freizeit –  

für ihre Sicherheit

 

Von 1900 bis 2013 –                                                                                                   

wir sind da, wenn die Sirene ruft!

 

Über große Brandkatastrophen vor 1900 aus Osterweddingen ist nichts Aktenkundig belegt. Man kann aber durchaus davon ausgehen, dass es derartige Katastrophen gab – denn sonst wäre es wohl kaum zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr gekommen.

An einigen Grundstücken findet man über der Eingangstür folgenden Spruch:

 

„ oh lieber heiliger Sankt Florian schütz dieses Haus, zünd Andere an“

 

 

Ob so ein Gebet etwas nützt – sei dahin gestellt, zumindest weist es auf Sankt Florian hin – den Schutzheiligen der Feuerwehrleute.

 

Die freiwillige Feuerwehr Osterweddingen war schon immer, im Rahmen der nachbarschaftlichen Löschhilfe, anderen Wehren zur Hilfe gekommen.

So auch im Jahre 1912 als in der Nachbargemeinde Altenweddingen das Kaufhaus des Herrn Eduard Kärsten durch einen Großbrand zerstört wurde. ( Bild links oben – das Kaufhaus vor dem Brand )

Bei diesem Einsatz stürzte eine Mauer ein und verschüttete einen Osterweddinger Kammeraden. Unser Kamerad Wilhelm Wöhlbier konnte nur noch tot geborgen werden.

 

Die Osterweddinger Feuerwehr hat sich nie vor irgendwelchen Herausforderungen gescheut. Ob oder inwieweit die FFO während des II. Weltkrieges in Magdeburg eingesetzt war, kann ich nicht sagen.

Die Einsätze in den fünfziger Jahren hielten sich auch in einem beschaubaren Rahmen. In der Bahnhofstraße – Ecke Feldstraße brannte eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder. Diese Brände wurden mit einem TSA / TS 4 bekämpft. Dieser Anhänger wurde entweder per Hand oder mit Hilfe eines Traktors zur Einsatzstelle gezogen.

 

Es gab immer Einsätze über die man sprach und Geschichten erzählte. Wie zum Beispiel der Brand des Kuhstalles in Osterweddingen.

Die Löscharbeiten zogen sich über viele Stunden hin. Das Problem was zu lösen war, der Stall stand in der Mitte des Hofes und das Übergreifen des Feuers auf die anderen Ställe musste auf jeden Fall verhindert werden. Durch die umliegenden Teiche, war zwar das Löschwasser gesichert – aber die Pumpen ( TS 8 ) hatten den Nachteil, dass sie nach längerer Laufzeit nicht wieder ansprangen.

Und die Vorschrift besagte, dass die TS 8 nicht bei laufendem Motor betankt werden durfte, da sich direkt unter dem Tank der Auspuff befindet und dieser nach einiger Laufzeit weißglühend war. Da beim betanken unweigerlich Kraftstoff vorbeilief, konnte der sich unweigerlich endzünden.

Im Einsatz war der damalige erste Maschinist – Walter Jänicke.

Er hatte also die Wahl, entweder die Pumpen auszuschalten und damit die Wasserversorgung für längere Zeit zu unterbrechen, oder ………..?

Walter Jänicke entschied sich für „ oder“. Er steckte sich eine Zigarette an – öffnete die Tankverschlüsse, steckte einen Winkeltrichter in die Tanköffnung – und betankte eine TS nach der Anderen bei laufendem Motor. So wurden die umliegenden Stallanlagen gerettet.

Als junge Maschinisten haben wir viel von Walter Jänicke gelernt.

 

Dann war da noch der Brand des Krankenhauses in Bahrendorf. Bei Schweißarbeiten entzündete sich der Dachstuhl. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren wurde das Schlimmste verhindert   

  

 

Und dann kam der Morgen des 6 Juli 1967. Über Langenweddingen stand eine riesige Rauchsäule.

Sirenen heulten. In Langenweddingen war am Bahnübergang ein Tanklaster mit einem Sonderzug zusammen gestoßen. Der wohl schrecklichste Unfall  der deutschen Bahngeschichte.

Kameraden die damals dabei waren, haben das Erlebte bis heute nicht verarbeitet.                                                                                                     

 

In den 70 ziger Jahren und Anfang der 80 ziger waren wenige Einsätze zu fahren. Erste Unwetter waren zu verzeichnen – Überschwemmung durch Starkregen und der Winter 77 – 78..

Mit der Wende 1989 nahmen auch die Einsätze zu. Von der Katze im Baum bis hin zu Einsätzen, die wir uns 1989 noch gar nicht vorstellen konnten. Einsätze die sehr oft über die normale Vorstellungskraft hinausgehen.

 

Unseren ersten Kontakt zu einem Hochwasser hatten wir am 14.04.1994 in Hordorf. Die Bode führte Hochwasser und die Betreiber der Rappbodetalsperre mussten zusätzlich Wasser ablassen. Wir kamen in Hordorf zum Einsatz und hatten eine Tischlerei zu schützen.

 

 

Wir redeten uns damals ein, dass solche Unwettererscheinungen alle 10 bis 15 Jahre auftreten würden. Dass wir noch schlimmere Ereignisse – in viel kürzeren Abständen zu verkraften haben, daran hätten wir damals nie geglaubt.

 

Doch das Jahr 2001 begann für uns in der Neujahrsnacht mit dem Brand eines Schafstalles in Langenweddingen. Alle Schafe und die Nebengebäude konnten gerettet werden

 

 

Wir dachten nicht im Traum daran, dass es noch schlimmer kommen sollte.

Am 31.07.2001 wurden wir eines besseren belehrt. Eine Windhose, möglicher weise ein Tornado, verwüstete abends gegen 18:00 Uhr Teile von Schwaneberg und Altenweddingen.

Durch den sofort ausgelösten Großalarm waren alle 8 Wehren im Einsatz um erst einmal die Hauptstraßen wieder für den Verkehr frei zu bekommen. Um 23:00 Uhr wurde der erste Einsatz erst einmal abgebrochen und am 01.08. um 06:00 Uhr fortgesetzt. Vom Landkreis war keine Hilfe zu erwarten.

Wir waren auf uns allein gestellt – aber gemeinsam mit allen Kameraden und den betroffenen Bürgern haben wir es geschafft.

 

Der Einsatz aller Kräfte beschränkte sich auf wenige Tage. Aber ich denke, alle Beteiligten haben erkannt, dass in einer starken Einheit Probleme leichter zu lösen sind – weil alle an einem Strang ziehen.

Uralte Bäume wurden wie Zündhölzer abgeknickt. Dächer wickelten sich wie Papier um Bäume. Die Schäden waren enorm. Viele Schaulustige standen den aktiven Helfen im Weg. Offizielle Besucher versprachen viel – auf die Erfüllung der Versprechen warten wir zum Teil heute noch. Der Dank gilt allen Einsatzkräften und den Betrieben, die die Kameraden von der Arbeit freistellten. Sowie den Landwirten die mit ihrer Technik bei der Beräumung halfen.

Nach etwa zwei Wochen, war das Gröbste erledigt.

 

 

Das Dach des Festsaales war im gesamten Ort verstreut. Uralte Bäume lagen um.

 

Die Unwetter setzten sich aber auch 2002 weiter fort. Das sogenannte Jahrhunderthochwasser der Elbe bereitete große Probleme. Wir waren zwar gleich zu Anfang in Magdeburg zum Füllen der Sandsäcke eingesetzt, da der Landkreis hier jedoch nicht mit einverstanden war, wurden wir zurückgepfiffen und als Reserve im Hintergrund gehalten. Die Stadt Schönebeck und auch der Ohrekreis baten um Hilfe – aus ganz Deutschland kamen die Feuerehren. Doch wir mussten untätig zu Hause rumsitzen.

Erst als ich ein Fax mit einer Beschwerde an den Innenminister geschickt habe wurden wir zur Deichsicherung nach Aken in Marsch gesetzt. Da das Wasser keine Bedrohung mehr darstellte, wurde der Einsatz am anderen Tag abgebrochen.

 

Das nächste Unwetter, das uns sehr hart traf – war der Orkan „Kyrill“ im Januar 2007. Am 27.01.2007 gegen 18:20 Uhr fegte der Orkan mit etwa 200 km/h über Osterweddingen weg. Überlandmasten wurden regelrecht wie Papier geknüllt.

 

Kyrill hat uns einmal mehr gezeigt, wo unsere Grenzen sind. Zum Glück hat die Unwetterzentrale ganze Arbeit geleistet. Fast auf die Minute genau wurde der Orkan vorausgesagt, so dass die Einsatzkräfte vorzeitig informiert werden konnten. Denn mit dem Sturm brach auch gleichzeitig die Stromversorgung zusammen. Damit war keinerlei Kommunikation möglich. Im Gerätehaus lief zwar die Notstrom Versorgung aber da niemand über Handy oder Funk zu erreichen war, musste die fahrende Einsatzleitung aktiv werden.

Und es funktionierte. Die Energie war zum Teil gegen Morgen wieder verfügbar und gesamte Netz war nach zwei Tagen bereit.

Die Aufräumarbeiten und Reparaturen dauerten länger. Da viele Masten der Überlandleitung erneuert werden mussten. 

 

Wir sind besonders stolz darauf, dass wir bei der Flut 2013 helfen durften um die Deiche zu schützen.

Begonnen haben wir im Wissenschaftshafen. Leider konnten wir die Magdeburger Kammeraden nur kurz unterstützen – denn als der Landrat den Katastrophenfall für den Bördekreis ausrief wurden wir im Bereich Wolmirstedt eingesetzt. Wir waren mit …… Kammeraden für ….. Tage im Einsatz.

 

Wasser kann schön sein – und doch so viel Schaden anrichten!       

 

 


Doch wo wir sind, ist kein Platz für Wasser

 

Und wenn dann doch Wasser kommt – dann nehme ich meine Karre und ………

 

Und wenn das auch nicht hilft – dann kommt die Bundeswehr!

 

Da die Bundeswehr nicht überall sein kann – kommen wir wieder. Und merkt euch eines, ihr lieben Politiker – ein Feuerwehrmann ist zwar pflegeleicht, aber man sollte auch die Pflegevorschriften beachten.

 

 

Wie viele Sandsäcke wir befüllt und verbaut haben, kann wohl keiner genau sagen. Aber eines ist klar  unsere Arbeit war nicht um sonst.

In unserem Abschnitt hat jeder alles gegeben. Aber auch die zuständigen Minister haben durch richtige Endscheidungen frühzeitig für den Einsatz der Kräfte gesorgt. So dass auch die TL vor Ort zu jeder Zeit auf die notwendigen Kräfte und Mittel zurückgreifen konnte.

 

An dieser Stelle Wird es Zeit Danke zu sagen. Aber diesmal nicht bei THW, Feuerwehren aus Nah und Fern, Rotes Kreuz, Maltheser und Johanniter.

Nein möchten uns als Feuerwehr Osterweddingen bei den Unternehmen bedanken, die ihre Mitarbeiter von der Arbeit freistellten damit sie ihre Einsätze fahren konnten.

Wir möchten uns bei den hier ansässigen Unternehmen bedanken, die bereits über Jahre hinweg die Feuerwehr Osterweddingen finanziell unterstützen.  

 

Ganz speziellen Dank möchten wir an die:

 

EDEKA – Minden

richten, die hier in Osterweddingen ein Zentrallager betreibt und ohne viel zu fragen einige Tonnen Lebensmittel, Getränke und Hygieneartikel für die Einsatzkräfte bereitstellte. Vielen Dank Herr Schacht!!!

Harry – Brot

Die Firma Harry stellte jeden Tag viele Tausend frische Brötchen für die Kräfte zur Verfügung. Vielen Dank Herr Dürkopp!!

 

Und nicht zu vergessen unser Ehrenmitglied Jürgen Nicolai, der die Ware der EDEKA transportierte

 

Jürgen Nicolai - Logistik

 

In den letzten Jahren rückte die technische Hilfeleistung immer mehr in der Vordergrund.

Die nachfolgenden Bilder belegen die Einsatzbereitschaft unserer Kammeraden. Wir werden oft zu Einsätzen gerufen, die über die normale Vorstellungskraft eines Menschen hinausgehen.

Die einzelnen Einsätze werde ich nicht weiter kommentieren, denn das wäre nur Sensation haschen.

 

Fakt ist jedoch, dass die Kammeraden zur Höchstform auflaufen wenn der Alarm kommt. Spitzensportler bereiten sich monatelang auf Wettkämpfe vor – sie kennen ihr Ziel und haben auch genügend Zeit sich mit allem vertraut zu machen.

Wir als freiwillige Feuerwehrleute werden mit dem Pieper aus dem Tiefschlaf geweckt – sind innerhalb von 4 bis 5 Minuten im Gerätehaus – besetzen die Fahrzeuge und rücken zum Einsatzort aus. Meist kann man nur ahnen, was uns an der Einsatzstelle erwartet.

Die Führungskräfte entscheiden innerhalb von Sekunden über die Vorgehensweise vor Ort.

 

Entscheidungen die über Leben und Tot eines Verunfallten entscheiden können.

 

Es gibt Kammeraden, die verarbeiten das Erlebte recht gut – aber es gibt auch Einsätze, die man nur mit der Hilfe von Notfallseelsorgern langsam verkraftet.

 

Mein persönlich schlimmstes Erlebnis war ein Feldbrand im Jahr 2008 als wir zwei verletzte Kameraden – die einen anderen Kameraden aus dem brennenden LF gerettet - haben ins Krankenhaus bringen mussten.

 

Hierbei war die Fahrt zum Krankenhaus das Schlimmste für mich, weil ich nicht wusste, was ihnen geschehen war. Heute sind beide wieder im Einsatz  

 

 

Bilder ohne Worte – Einsätze die an die Substanz gehen

 

 

Weitere Berichte über unsere Arbeit findet ihr demnächst auf dieser Webseite. Solltet ihr Gefallen an unserer Truppe gefunden haben, dann meldet euch entweder per Mail, Facebook, ruft an und nehmt Kontakt zu uns auf. Oder kommt einfach Montags ab 19:00 Uhr am Gerätehaus vorbei.

 

Ihr wisst doch:

 

„112 – Die Nummer für die Jungs und Mädels,

die auch kommen wenn man SIE ruft“  

 

 

 

 

01.08.2013

Text: E.Wasserthal


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